2. PSU-Symposium in München

Der Fachkongress für psychosoziale Personalfürsorge und kollegiale Unterstützung im Gesundheitswesen

Samstag, 20. Juli 2024
10:00 bis 17:00 Uhr
Tagungszentrum Kolpinghaus München

Über das Symposium

Alle im Gesundheitswesen Tätigen können in ihrem Arbeitsalltag mit schwerwiegenden Ereignissen konfrontiert und besonderen Belastungssituationen ausgesetzt sein.
Psychosoziale Unterstützung (PSU) stärkt die mentale Gesundheit und trägt dazu bei, psychische Erkrankungen und Traumafolgestörungen zu verhindern.
Die Veranstaltung bietet Fachvorträge, Vertiefungs- und Praxisworkshops zu PSU-relevanten Themen sowie die Möglichkeit zu Vernetzung, Austausch, Information und Beratung.

Zielgruppe

Das PSU-Symposium richtet sich an Peers und kollegiale Unterstützer:innen, Psychosoziale Fachkräfte, Berater:innen, Mitarbeitende im Gesundheitswesen aller Berufsgruppen, Verantwortliche für Gesundheit und Arbeitssicherheit, Personalverantwortliche sowie Interessierte.

Programmübersicht

ZeitAgenda
Ab 09:00Ankunft und Registrierung der Teilnehmenden
10:00 – 10:30Begrüßung und Grußworte
10:30 – 11:0010 Jahre PSU-Akut e.V.
Dr. Dominik Hinzmann, Dr. Andreas Schießl, Barbara Zimatschek (Vorstand PSU-Akut e.V.)
11:00 – 11:20Kaffeepause
11:20 – 11:50Second Victim
Ein Phänomen, das viele betrifft, aber wenige kennen
Prof. Dr. Reinhard Strametz (Hochschule RheinMain)
11:50 – 12:20Zur Prävention tätigkeitsbedingter Traumafolgestörungen
Warum hilft die Auseinandersetzung nach schwerwiegenden Ereignissen?
Dr. phil. Marion Koll-Krüsmann (PSU-Akut)
12:20 – 12:50Anspruch und Werte treffen Realität: Moral Distress und Moral Injury im Gesundheitswesen
PD Dr. med. Katharina Schütte-Nütgen (Elisabeth-Krankenhaus Essen)
12:50 – 13:50Mittagspause
13:50 – 15:05Workshops
15:05 – 15:25Kaffeepause
15:25 – 16:40Workshops
16:40 – 17:00Abschluss

Workshops

Workshop 1
Psychosoziale Unterstützung implementieren – Wir möchten beginnen, aber wie?

Best Practice –  von anderen hören, lernen und diskutieren

Anhand eines konkreten Beispiels wird erläutert

• welche Menschen man dabei ins Boot holen sollte,
• wie man ein solches Projekt pragmatisch organisiert,
• an welche Themenbereiche man dabei besonders denken sollte,
• welche konkreten Ressourcen hilfreich waren und wie mit konkreten Stolpersteine umgegangen wurde.

Der Implementierungsbegleiter von PSU-Akut e.V., Dr. Karl Kreuser, ergänzt bei Bedarf mit Beispielen von Implementierungsprojekten aus anderen Kliniken und es besteht die Möglichkeit, Fragen und Befürchtungen zu diskutieren.

Zielgruppe:

Menschen, die in einer Klinik Peer Support systematisch einführen wollen und dabei noch ziemlich am Anfang stehen.

Referent:innen:

Dr. phil. Karl Kreuser (PSU-Akut) & Bianca Adler, M.Sc. (Universitätsklinikum Erlangen, Organisatorische Leitung PSU)

Workshop 2
Psychosoziale Unterstützung implementieren – Wir haben begonnen, sind in der Umsetzung!

Erfahrungsaustausch zur Umsetzung von Peer-Support-Systemen

Ein neues System in Kliniken und Einrichtungen nachhaltig zu etablieren und zu pflegen ist eine eine sich lohnende Herausforderung, die Geduld, Strategie und Durchhaltevermögen benötigt. Nachhaltig wird der Ansatz, wenn sich eine Organisation im Sinne der Unternehmenskultur darauf einlässt und Peer-Support integraler Bestandteil wird.

Im Workshop wollen wir uns über die unterschiedlichen Erfahrungen und Lösungsstrategien austauschen, voneinander lernen und diskutieren, welche Unterstützung Einrichtungen bei der Aufrechterhaltung des Peer-Support-Systems benötigen u.a. durch eine Fach- und Koordinierungsstelle PSU.

Zielgruppe:

Verantwortliche, Leitungskräfte, Peers und Psychosoziale Fachkräfte aus Kliniken/Einrichtungen mit Erfahrungen im Bereich der Implementierung von Peer-Support-Systemen

Referent:innen:

Dr. med. Andreas Schießl (PSU-Akut) & Ursula Hahn-Seidl, M.A. (Universitätsklinikum Augsburg, Projektleitung PSU)

Workshop 3
Fallsupervision für kollegiale Unterstützer:innen

Supervision gilt als wesentlicher Bestandteil jeder helfenden und therapeutischen Tätigkeit. Unser besonderes Anliegen richtet sich auf die Vermittlung von Strategien zum Selbstschutz und zur Selbstfürsorge. In der Arbeit mit potenziell traumatisierten Menschen begegnen wir oftmals Destruktion und Gewalt. Die Supervision hilft uns, sich dagegen zu schützen.

Es besteht die Möglichkeit Besonderheiten bestimmter Fälle nachzubesprechen, auftretende Probleme und Herausforderungen unter verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und somit die eigene Kompetenz zu stärken. Ziele sind die eigene Entlastung und Verbesserung der Unterstützung.

Zielgruppe: Peers und kollegiale Unterstützer:innen

Referent:innen:

Dr. phil. Regina Karl (app. Psychotherapeutin) & Barbara Zimatschek (PSU-Akut)

Dieser Workshop ist auf max. 16 Teilnehmende begrenzt.

Workshop 4
Hilfreiches Wissen zur Bewältigung von schwerwiegenden Ereignissen im Gesundheitswesen

Psychosoziale Prävention ist nicht denkbar ohne die Vermittlung von Bewältigungswissen. Daher werden in diesem Workshop auf der Grundlage der neurobiologischen Zusammenhänge die:

• Auswirkungen von schwerwiegenden Ereignissen,
• Grundlagen von kollegialen Unterstützungssystemen,
• Bewältigung von Traumafolgestörungen

vermittelt.

Zudem wird der Frage nachgegangen, warum Auseinandersetzung und Konfrontation notwendige Bestandteile einer Verarbeitung sind.

Zielgruppe:

Alle Mitarbeitende im Gesundheitswesen und weitere Interessierte an der Thematik

Referent:innen:

Dr. phil. Marion Koll-Krüsmann (PSU-Akut) & Alexander Strombach (Dipl. Psychologe, PSU-Trainer, Gießen)

Workshop 5
Führung und Fürsorge in der Krise – PSU für Führungskräfte

Führungspersonen kommt im Rahmen schwerwiegender Ereignisse eine besondere Bedeutung zu. Sie können sich in einer doppelten Herausforderung zwischen eigener Betroffenheit und Fürsorge für ihre Mitarbeitenden befinden.

In Krisen sind besondere Führungs- und Kommunikationskompetenzen gefragt. Neben den Belastungen gilt es auch die darin liegenden Chancen zu sehen.

Der erste Teil des Workshops bietet die Möglichkeit, die eigene Rolle als Führungskraft im Kontext schwerwiegender Ereignisse zu reflektieren und gibt einen über Unterstützungsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden und für sich selbst. Im Fokus des zweiten Teils steht die Krisenkommunikation.

Zielgruppe:

Führungskräfte und lehrende/anleitende Personen aller Berufsgruppen im Gesundheitswesen

Referent:innen:

Andrea Forster, M.A. (PSU-Akut) & PD Dr. med. Katharina Schütte-Nütgen (Elisabeth-Krankenhaus Essen)

Workshop 6
Suizidprävention und -nachsorge

Der Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen bringt Pflegende, Ärzt:innen und andere im Gesundheitswesen Tätige oft in belastende und emotional auf-wühlende Situationen. Gleichwohl ist Suizidalität besonders im Gesundheitswesen ein häufiges Phänomen. In diesem Seminar wird grundsätzliches Wissen über Suizidalität vermittelt, um die Handlungskompetenz diesbezüglich zu erweitern.

Ist gar ein Suizid erfolgt, führt dies bei den damit konfrontierten Menschen oft zu starker emotionaler Belastung. Bedarfe und Möglichkeiten guter Unterstüt-zung und Nachsorge im beruflichen Kontext sollen hier ebenfalls vorgestellt werden.

Zielgruppe:

Alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen

Referent:innen:

Kathrin Maierhofer (app. Psychotherapeutin) & Elvira Weigl, M.A. (PSU-Akut)

Workshop 7
Gewaltprävention am Arbeitsplatz

Auch in Einrichtungen des Gesundheitswesens kann es zu Bedrohung und Übergriffen gegenüber den dort tätigen Mitarbeitenden kommen. Neben psychosozialer Akuthilfe für Betroffene ist es vor allem wichtig, dass das Unternehmen über ein geeignetes Sicherheits- und Notfallmanagementkonzept verfügt. Geregelt ist diese Forderung u. a. im Arbeitsschutzgesetz. Doch wie kann man diese Forderung konkret umsetzen? Dies wird in diesem Workshop aufgegriffen. Es wird geklärt:

• Was sind die Grundpflichten des Unternehmens?
• Wie können Gefährdungen systematisch ermittelt, analysiert und beurteilt werden?
• Welche Schutzmaßnahmen sind umzusetzen, damit ein Sicherheitskonzept auch funktionieren kann?
• Wie können psychosoziale Präventions- und Akuthilfemaßnahmen integriert werden?

Zielgruppe:

Führungspersonen und Interessierte aller Berufsgruppen im Gesundheitswesen

Referent:innen:

Susanne Johannknecht (Kommunale Unfallversicherung Bayern, Geschäftsbereich Prävention) & Jenny Kubitza, M.Sc. (PSU-Akut)

Workshop 8
Schuld und Schuldgefühle im Kontext belastender Ereignisse im Gesundheitswesen

Schuldfragen und Schuldgefühle können bei Mitarbeitenden im Gesundheitswesen unter anderem nach schwerwiegenden Ereignissen, schicksalhaften Verläufen oder nach Komplikationen in der Patientenbehandlung auftreten und die Betroffenen stark belasten und verunsichern.

Ziel des Workshops ist es, die unterschiedlichen Formen von Schuldgefühlen, ihre Entstehung und ihren möglichen Nutzen für die Betroffenen zu verstehen.

Ferner werden praktische Tipps und Hilfestellungen im Umgang mit Betroffenen gegeben und diskutiert.

Zielgruppe:

Personalverantwortliche im Gesundheitswesen, Pflegepersonal, Ärzt:innen, Rettungsdienstpersonal

Referent:innen:

Sophie Peter, M.Sc. (Psychologin, M.Sc., Universitätsklinikum Magdeburg, Koordinatorin Psychosoziale Akuthilfe für Mitarbeitende) & Dr. med. Michael Hadrawa (Universitätsklinikum Augsburg, Peer)

Intern – Workshop für Mitarbeitende an der PSU HELPLINE
Update PSU HELPLINE

• Kennenlernen, aktuelle Unterlagen, Abläufe bei der PSU-HELPLINE
• Schwerwiegendes Ereignis als Anlass von PSU-Angeboten
• Unterschiedliche Peersysteme im Gesundheitssystem
• Ablauf Anfragen für eine Akutintervention
• Struktur und Inhalte der PSU-Interventionen
• Organisatorisches zur Arbeitsunfallanzeige
• Weiterführende Hilfen und Angebote der Unfallkassen, Berufsgenossenschaften
• Mindestanforderungen an die Dokumentation des Peergespräches
• Supervision für Peers, was ist das und wo gibt es diese?
• Eure Fragen

Zielgruppe:

Mitarbeitende an der PSU HELPLINE

Referent:innen:

Peter Zehentner (Dipl. Soz.päd., PSU-Akut), Silke Rehm (PSU-Akut)

Anmeldung und Teilnahme

Die Teilnahme an der Veranstaltung und die Tagungsverpflegung sind kostenfrei.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

Wir möchten Sie darum bitten, sich verbindlich zum 2. PSU-Symposium anzumelden. Ihre frühzeitige Anmeldung hilft uns dabei, die Veranstaltung optimal planen zu können.

Wir verstehen, dass sich manchmal unvorhergesehene Verpflichtungen ergeben können. Falls Sie sich nach Ihrer Anmeldung entscheiden müssen, abzusagen, stornieren Sie bitte Ihre Anmeldung über das Buchungs-Center, das Sie über den Link in Ihrer Anmeldebestätigung erreichen. Somit können wir möglichst vielen Interessierten eine Teilnahme ermöglichen.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Veranstaltungsrahmen

Samstag, 20.07.2024
10:00 bis 17:00 Uhr
Einlass und Registrierung ab 09:00 Uhr

Veranstaltungsort

Tagungszentrum Kolpinghaus München
Adolf-Kolping-Straße 1
80336 München
(Nähe Hauptbahnhof)

Kontakt bei Rückfragen

PSU-Akut e.V.
Tel. 089/890 509 22
info@psu-akut.de

Vielen Dank für die Unterstützung:

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